Eigene Fragen und Rückfragen in Einstellungsinterviews an das Unternehmen

Überlegen Sie sich eigene Fragen, die Sie so durch andere Quellen (z.B. Unternehmenswebseite, Stellenanzeige) nicht in Erfahrung bringen können. Stellen Sie Rückfragen.

Jede gestellte Frage unterstreicht, dass Sie wirklich an der Arbeitsstelle und Unternehmen interessiert sind.

Im Verlaufe des Gesprächs ergeben sich Gelegenheiten, diese eigenen Fragen einzustreuen.

Ihnen werden aber auch - spontan - Fragen einfallen, die sich aus dem Bewerbungsgespräch heraus ergeben.

Unklarheiten zum Jobangebot können Sie mit Rückfragen klären.

Können Sie diese nicht sofort stellen, notieren Sie sich für den passenden Interviewmoment.

Fragen, die Ihnen nach den Vorstellungsgespräch einfallen, können Sie übrigens auch nachträglich anbringen - beispielsweise, wenn Sie sich für das Bewerbungsgespräch bei Ihren Gesprächspartner:innen aus dem HR-Bereich und/oder Fachbereich bedanken.

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Schritt Bewerber:in

Diese Fragen sollten Bewerber:innen stellen

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Eigene Fragen

Dieser Fragenbereich bezieht sich auf Fragen zur Person, zur Selbstpräsentation und zu eigenen Beweggründen für die Bewerbung:   

Was erwarten Sie von dem idealen Kandidaten in dieser Position?

Welche Erwartungen haben Sie an mich  im kommenden Jahr?

Was zeichnet Ihre besten Mitarbeiter aus?

Was könnte mich an diesem Job am meisten frustrieren?

Wie definieren Sie Erfolg für diese Position?Wie würden Sie das Führungsverhalten meines Vorgesetzten (in einer Situation) beschreiben?

Wie würden Sie Ihre Unternehmenskultur beschreiben?

Wie wird bei Ihnen Leistung gemessen und bewertet?

An wen muss ich berichten? Wer berichtet mir?

Wie werden bei Ihnen Talente gefördert? Haben Sie ein Talent-Management eingerichtet?

Sie sprachen von Entwicklungsmöglichkeiten von Mitarbeitenden. Könnten Sie genauer erläutern, wie in Ihrem Unternehmen Talente gefördert werden?

Haben Sie ein Nachfolgekonzept, wie wird es im Unternehmen angewendet?

Was sieht die Einarbeitung in Ihrem Unternehmen aus?

Wie läuft die Einführungswoche ab?

Wer arbeitet mich ein?

Wo werde ich überall eingesetzt?

Wie sieht mein erster Arbeitstag aus?

Wie sieht ein Arbeitstag allgemein aus?

Wie würden Sie mein zukünftiges Team beschreiben?

Wie würden Sie meinen Vorgesetzten beschreiben?
Wie sehen die mittel- und langfristigen Ziele des Unternehmens in meinem Fachbereich aus?

Welche Produkte und/oder Dienstleistungen sind in der Forschungs- und Entwicklungspipeline?

Streben Sie neue Absatzmärkte an?

Ist noch Zeit, sich den Arbeitsplatz vielleicht gerade anzusehen?

Wann kann ich mit Ihrer Entscheidung rechnen?

Ergebnis: Keine Beurteilung der Bewerber:innen

Typische Fragen von Unternehmen in Bewerbungsgesprächen

Keine 'Ähs' , keine peinlichen Pausen mehr.

Fragen

Ergebnis: Beste Chancen für Arbeitsstelle

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Beeinflussen Sie den Gesprächsverlauf mit

Wer vorher eigene Fragen aufstellt und diese im Gespräch auch einbringt, kann den Gesprächsverlauf in seine Richtung lenken und für sich punkten.

Sie sind ihm nicht ausgeliefert, sondern wirken aktiv mit (genau diese Eigenschaft, die Initiative zu ergreifen und nicht abzuwarten, schätzt jedes Unternehmen an seinen Mitarbeitenden).
Rückfragen sind das Einfallstor, um die Interviewer von sich zu überzeugen:          

Rückfragen stellen, setzt voraus, dass Sie sich vor dem Interview mit dem Unternehmen, der Stellenanzeigen, deren Anforderungen und auch – seien Sie jetzt nicht erstaunt – mit sich selbst befasst haben.

Warten Sie mit Ihren Fragen nicht ab, bis die Frage seitens der Interviewerin Sie in Bedrängnis bringt, Sie unter Zugzwang bringt: „Haben Sie noch Fragen?“

Rückfragen und Detailfragen – schon vor dieser Frage – eröffnen die Chance, mehr über den künftigen Vorgesetzten, dem Fachbereich, dem Einsatzgebiet, den Arbeitsplatz, dessen Anforderungen oder dessen Arbeitsteam zu erfahren.

Umgekehrt verdeutlichen Sie, dass Sie sich auf das Bewerbungsgespräch vorbereitet haben – aber auch die Tiefgründigkeit der Bewerberin und deren Wertschätzung an der potentiellen Arbeitsstelle.
Sie dokumentieren so echtes Interesse.

Bohren Sie nach, falls Ihnen Ausführungen der Interviewer an einigen Stellen zu ungenau ausfallen.          

Ergebnis: Einstufung des Verhaltens des Bewerbers anhand von anforderungsbezogenen Beurteilungsdimensionen

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